Gesellschaft für bedrohte Völker
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 KAMPAGNEN 

  
Mai 2013

Die humanitäre Krise in Syrien hat kein Ende. Immer mehr Menschen sind auf Hilfe von außen angewiesen: Ihre Zahl ist seit Dezember 2012 von drei auf fünf Millionen gestiegen. Trotz der Not der vielen Flüchtlinge hält die türkische Regierung die Grenzen zum Nachbarland weiterhin geschlossen – vor allem in den von Kurden besiedelten Gebieten.

Bitten Sie den Präsidenten der Großen Nationalversammlung der Türkei, Cemil Çiçek, sich für eine Öffnung der Grenze für humanitäre Hilfe einzusetzen!

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Mai 2013

Unfaire Gerichtsverfahren, Rücksichtslosigkeit und staatliche Willkür bei der Verfolgung und Inhaftierung von Internet-Bloggern, religiösen Aktivisten und Angehörigen ethnischer Minderheiten sind in Vietnam und anderen asiatischen Staaten keine Seltenheit. Immer wieder erreichen uns Schicksale wie das von Ksor Y Du, der aufgrund seiner Religion, seiner ethnischen Abstammung und seines Einsatzes gegen Landraub und Enteignung vietnamesischer Bauern zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde.

Bitten Sie Außenminister Guido Westerwelle, sich für die Freilassung politischer Gefangener und für mehr Religions-, Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit einzusetzen!

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Mai 2013

In der kambodschanischen Provinz Stung Treng haben die Vorarbeiten für den Bau eines Wasserkraftwerks begonnen. Wenn dieses wie geplant ab Anfang 2014 entstehen soll, müssen die dort lebenden Indigenen dem Sesan-Fluss den Rücken kehren. Wohin die Bevölkerung umgesiedelt werden soll, ist jedoch unklar. Es gibt auch keine konkreten Vereinbarungen zur Neuschaffung von Infrastrukturen oder über einen finanziellen Ausgleich.

Bitte appellieren Sie an die Regierung des Königreichs Kambodscha, für faire Umsiedlungs- und Entschädigungsangebote für die Menschen am Sesan-Fluss zu sorgen.

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April 2013

Unter dem Deckmantel eines staatlichen Programms werden im Norden Malaysias riesige Flächen Regenwald für den Bau von Palmöl- und Gummiplantagen abgeholzt. Die im Bundesstaat Kelantan lebenden indigenen Temiar werden von ihrem Land vertrieben und verlieren dadurch ihre Lebensgrundlage. Sie haben weder die Möglichkeit ihr Land einzuklagen noch Anspruch auf finanzielle Entschädigung.

Bitte appellieren Sie an die Kelantan State Ladang Rakyat Corporation, die für das staatliche Programm „Ladang Rakyat“ verantwortlich ist, und unterstützen Sie die Temiar, die einen Dialog mit dieser Behörde ersuchen.

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April 2013

Letters 4 Leonard - Briefe für Leonard - die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Briefkampagne des Peltier-Verteidigerkomitees Leonard Peltier Defense Offense Committee (LPDOC) USA & Kanada.

Bitte beteiligen Sie sich an dieser Kampagne! Greifen Sie zu Stift und Papier und bitten Sie Barack Obama, sich für die Freilassung des unschuldig inhaftierten indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier einzusetzen!

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April 2013

Mit dem Boot durch einen Teppich aus pinkfarbenen und weißen Lotusblüten – dieses Bild gehört der Vergangenheit an. Tasik Chini, das zweitgrößte Süßwassergebiet Malaysias, liegt im Sterben - nicht nur als beliebtes Tourismusziel und UNESCO-Biosphärenreservat, sondern auch als Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung. Die Jakun leben in enger Verbindung mit dem See und sind auf ein intaktes Ökosystem angewiesen, das durch die Errichtung von Ölpalm- und Kautschukplantagen erheblich gestört wird.

Um die Lebensweise der Jakun zu erhalten, müssen die Abholzung des Waldes um Tasik Chini gestoppt, der Damm entfernt und die Plantagen und Bergwerke in der Nähe des Sees stillgelegt werden.

Bitte appellieren Sie an den Premierminister des malaiischen Bundesstaates Pahang, diesen Prozess zu stoppen.

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März 2013

Großkonzerne eignen sich weltweit immer größere Ländereien an, pachten oder kaufen riesige Flächen. In vielen Staaten, die Kooperationspartner deutscher Entwicklungszusammenarbeit sind, werden Kleinbauern und Ureinwohner Opfer dieser Landnahme. Häufig werden sogar ganze Dorfgemeinschaften vertrieben und damit ihrer Existenzgrundlage beraubt. Im Mai 2012 hat die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen freiwillige Richtlinien zum Schutz gegen Landraub erlassen.

Bitte appellieren Sie an Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sich in seinen Gesprächen mit Regierungsvertretern der Partnerstaaten für eine konsequente Einhaltung dieser Richtlinien einzusetzen und so dazu beizutragen, die Vertreibung zigtausender Familien zu verhindern!

Offener Brief von Bundesminister Dirk Niebel (pdf-Dokument)



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März 2013

Mindestens 6.000 Menschen wurden in den vergangenen Jahren im pakistanischen Belutschistan verschleppt. Unter ihnen waren Maqbool und Akkhter Baloch, zwei Belutschen, deren Leichen am 18. Februar 2013 in Karachi gefunden wurden. Die Entführungen gehören zu den staatlichen Repressionen, unter denen Belutschen in Pakistan leiden.



Nicht nur in der pakistanischen Provinz Belutschistan müssen die Verschleppungen und Morde ein Ende haben!


Bitte appellieren Sie mit uns an Navanethem Pillay, die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Bitten Sie sie, sich gegenüber der pakistanischen Regierung dafür einzusetzen, dass die 2010 ratifizierte UN-Folterkonvention (CAT) umgesetzt und die Internationale Konvention zum Schutz aller Personen vor Verschwindenlassen (CPED) ratifiziert wird!

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Februar 2013

Am 22. September 2012 wurden Taraneh Torabi mit ihrem fünf Monate alten Sohn Barman und Zohreh Nik-Aein mit ihrem zehn Monate alten Sohn Resam von Revolutionsgarden in der Stadt Semnan inhaftiert. In dem berüchtigten Gefängnis drohen den beiden Frauen Folter und sexueller Missbrauch.
Ihr Verbrechen: Die jungen Frauen gehören den Bahá’i an, mit mehr als 300.000 Gläubigen die größte religiöse Minderheit des Iran.




Bitte appellieren Sie mit uns an Bundespräsident Joachim Gauck, sich für die Freilassung der jungen Mütter und ihrer Kinder und der anderen inhaftierten Bahá’i einzusetzen.

  
Februar 2013

Rund 2,5 Millionen Syrerinnen und Syrer befinden sich in ihrem eigenen Land auf der Flucht: Unter ihnen sind viele Verletzte, wie ein Mädchen aus Afrin und eine Mutter von zwei Kindern, die auf medizinische Versorgung in Deutschland angewiesen sind. Eine Behandlung in Syrien ist häufig nicht möglich. Der Weg nach Deutschland wird ihnen jedoch verwehrt. Ein Aufnahmeprogramm für diese Menschen wird bisher sowohl von der Bundesregierung als auch von anderen Staaten der EU abgelehnt.

Setzen Sie sich bei Bundestagspräsident Norbert Lammert dafür ein, dass Verletzten aus Syrien die Einreise ermöglicht wird!

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Februar 2013

Stanislav Dmitrievski ist einer der Autoren des zweibändigen Werkes „Internationales Tribunal für Tschetschenien“. Seit Erscheinen des Buches im Juli 2009 besteht die Gefahr, dass es als „extremistisch“ eingestuft und verboten wird. Der Autor wird deshalb in Russland schikaniert und verfolgt.

Bitten Sie den russischen Ombudsmann für Menschenrechte, Wladimir Lukin, und den Vorsitzenden des Menschenrechtsrates des Präsidenten, Michail Fedotov, dass die Schikanen gegen Dmitrievski untersucht und die Verantwortlichen bestraft werden sowie, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt wird.

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Februar 2013

Im vergangenen Jahr hat die kanadische Regierung zwei Gesetzespakete ratifiziert, die in die Landrechte und die Selbstverwaltung der First Nations eingreifen und wichtige Umweltschutzmaßnahmen zu Gunsten der wirtschaftlichen Nutzung des indigenen Vertragslandes auf ein Mindestmaß reduzieren. Gegen diese Gesetze (Bill C-38 und Bill C-45) setzen sich die First Nations, aber auch Menschenrechts- und Umweltbewegungen in Kanada zur Wehr. Wochenlang machte Chief Theresa Spence mit einem Hungerstreik auf die Beschneidung indianischer Grundrechte in Kanada aufmerksam.

Die Bewegung „Idle No More“, „Nicht länger untätig“, rief erfolgreich in ganz Nordamerika zu Mahnwachen, Flashmobs, Protestmärschen, traditionellen Rundtänzen und anderen Aktionen auf. Auch in Berlin, München, Wien und Zürich gab es mittlerweile erste Aktionen europäischer „Idle No More“-Gruppen.

Bitte appellieren Sie an den kanadischen Präsidenten Stephen Harper, die in der Verfassung Kanadas und in der UN-Deklaration der Rechte indigener Völker festgeschriebenen Ureinwohnerrechte zu respektieren und zu fairen Verhandlungen mit den Vertretern der First Nations auf gleicher Augenhöhe zurückzukehren.

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West-Papua: „Genozid in Zeitlupe“
Marginalisierung der Ureinwohner schreitet voran

  
Februar 2013

Die Situation der indigenen Bevölkerung von West-Papua wird nicht selten mit dem Ausdruck „Genozid in Zeitlupe“ beschrieben. Gemeint ist eine systematisch, schleichende Marginalisierung der Ureinwohner durch die indonesische Regierung. Aufgrund der Aufspaltung des indigenen Landes in Provinzen werden die Papua zu einer an den Rand der Gesellschaft gedrängten Minderheit. Nun ist eine neue Provinz geplant: Das wäre ein weiterer Einschnitt in die traditionelle Lebensform und Identität der Papua.

Fordern Sie mit uns, dass die indigenen Papua an den Entscheidungsprozessen über weitere Provinzaufspaltungen beteiligt werden!



  
Dezember 2012

Durch den Krieg sind die Infrastrukturen in Syrien zusammengebrochen; die Bevölkerung leidet unter Lebensmittelknappheit. Die Zivilisten sind darauf angewiesen, dass die Versorgung vom Ausland aus organisiert wird. Doch Hilfsgüter erreichen Syrien kaum, da die türkische Regierung die Grenzen – vor allem in den von Kurden besiedelten Gebieten – aus politischen Gründen geschlossen hält.

Bitte wenden Sie sich an Bundesaußenminister Guido Westerwelle und fordern Sie ihn auf, sich bei der türkischen Regierung für eine Öffnung der Grenzübergänge zu Syrien für Hilfsgüter und Grenzhandel einzusetzen!

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Saudi-Arabien:
Kein Waffenexport!

  
Dezember 2012

Das Interesse Saudi-Arabiens an deutschen Panzern spaltet hierzulande die Gemüter. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich Waffenexporte in das Königreich rechtfertigte, zeigen sich Opposition und Menschenrechtsorganisationen entsetzt. Mit einem weiteren Verkauf von Waffen an Saudi-Arabien muss sich die Bundesregierung vorwerfen lassen, Gewalt zu schüren und Menschenrechtsverletzungen zu billigen. Ein Staat, der Menschenrechte mit Füßen tritt und vielerorts Gewalt und Extremismus fördert, darf von Deutschland nicht hochgerüstet werden.

Bitte appellieren Sie an den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler, keine neuen Rüstungsgüter an Saudi-Arabien zu liefern!

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Oktober 2012

Immer wieder müssen die Mapuche im Bezirk Ercilla in der Region Araukania im Süden Chiles Schikanen der Polizei erleiden. Die Situation ist sehr angespannt. Auch als Präsident Sebastian Piñera am 16. Oktober 2012 in die Region reiste, kam es zu Zwischenfällen. Piñera wollte unter anderem die vor Ort stationierte Spezialeinheit der Polizei besuchen. Es herrschte Ausnahmezustand, denn in der Region kommt es häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Mapuche, die um ihre Landrechte kämpfen, und der Staatsmacht.

Bitte fordern Sie den UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte und Grundlegenden Freiheiten Indigener Völker, James Anaya, auf, sich erneut für die Mapuche in Chile einzusetzen. Die jahrelange Willkür der Polizei und Justiz muss ein Ende haben!

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18. März 2013

Der Dachverband der Völker des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens, RAIPON, darf seine Arbeit wieder aufnehmen. Das entschied das russische Justizministerium, welches im November angeordnet hatte, dass RAIPON für sechs Monate geschlossen werden sollte.

RAIPON hat daraufhin seine Statuten angepasst, aber auch - unterstützt von einer breiten internationalen Öffentlichkeit - gegen die Schließung protestiert.

Wir danken Ihnen, dass Sie mit Ihrer Stimme dazu beigetragen haben, dass RAIPON seine Tätigkeiten wieder aufnehmen darf!


  
Oktober 2012

Seit fast 40.000 Jahren ist die Pilbara-Region im Westen Australiens Heimat der Yindjibarndi-Aboriginals. Heute ist ihr kulturelles und religiöses Erbe in Gefahr, denn die Ausbeutung der enormen Eisenerzvorkommen auf ihrem Gebiet soll ausgeweitet werden. Doch die Hilferufe der Yindjibarndi werden überhört. Sie liefern sich seit vier Jahren einen ungleichen Kampf mit dem riesigen Eisenerzproduzenten Fortescue Metals Group (FMG) um den Schutz und den Fortbestand ihrer kulturellen Stätten.

Bitte unterstützen Sie die Kampagne der Yindjibarndi zum Schutz ihres kulturellen Erbes!

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Gegen Straflosigkeit vorgehen
Mord an Hazara-Mädchen aufklären

  
Oktober 2012

Der Mord an dem 16jährigen Hazara-Mädchen Shakila erschütterte im Januar 2012 die afghanische Bamyan-Provinz. Sie wurde im Haus eines Mitgliedes des Provinzrates getötet. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt.

Bitte appellieren Sie an die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, sich für die Aufklärung des Falles einzusetzen!

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Oktober 2012

Mehr als 50.000 Adivasi und Dalit, die früher auch als „Unberührbare“ bezeichnet wurden, beteiligten sich im Oktober 2012 an einem Protestmarsch in die Hauptstadt Neu Delhi.

Indiens Ureinwohner und Dalit dürfen nicht die Verlierer des Wirtschaftsbooms sein.
Bitte unterstützen Sie deshalb ihre Forderung nach einer glaubwürdigen Landreform!

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Oktober 2012

Vor kurzem baten wir Markus Löning, den Beauftragten für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe der deutschen Bundesregierung, sich für die Freilassung des inhaftierten kurdischen Menschenrechtlers Hatip Dicle einzusetzen. 566 Menschen haben sich an unserem Appell beteiligt. Vielen Dank!

Doch nicht nur Hatip Dicle wird aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für die Menschenrechte verfolgt und unschuldig inhaftiert. Auch Fariba Kamalabadi aus dem Iran, Edwin Chota aus Peru und viele andere Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler teilen sein Schicksal.

Unterstützen Sie deshalb unsere Online-Kampagne „Verfolgte Menschenrechtler schützen!“ und tragen Sie so weiterhin dazu bei, dass diese mutigen Menschen nicht in Vergessenheiten geraten!

Zur Kampagnenseite



Fariba Kamalabadi, 50, Bahá'í aus dem Iran
Edwin Chota, geb. 1960, Asháninka aus Peru
Hatip Dicle, geb. 1954, Kurde aus der Türkei
Sonja Biserko, geb. 1948, serbische Menschenrechtsaktivisten und Autorin

  
Oktober 2012

Edwin Chota hat mächtige Feinde. Holzunternehmer trachten dem Führer der Asháninka-Gemeinde Saweto in Peru nach dem Leben. Sie wissen, dass die Indianer ohne ihn nicht länger um einen offiziellen Titel für ihr Land kämpfen werden. Chota ist inzwischen in die benachbarte Asháninka-Gemeinde Apiwtxa nach Brasilien geflüchtet.

Benki Piyãko aus Apiwtxa, mit dem wir seit Jahren engen Kontakt halten und den wir schon bei uns zu Gast hatten, hat uns eindringlich gebeten, Chota und seiner Gemeinde zu helfen. Wir appellieren an Alicia Abanto, die Ombudsfrau für die Rechte der Indianer. Sie soll die Anerkennung des Landtitels von Saweto durchsetzen. Dann kann auch Chota nach Hause zurückkehren.

Bitte tragen Sie dazu bei, das eine Welle von E-Mails ausgesandt wird!

Zur Kampagne



  
Oktober 2012

Viereinhalb quälend lange Jahre im Gefängnis hat Fariba Kamalabadi schon hinter sich. 20 Jahre sollen es insgesamt werden. Wie die anderen sechs Mitglieder des Führungsgremiums der Bahá'í-Glaubensgemeinschaft wurde sie für ein Verbrechen verurteilt, das sie nicht begangen hat.

Unsere Kampagne soll verhindern, dass die Inhaftierten in Vergessenheit geraten.
Unterstützen Sie uns hierbei!

  
Oktober 2012

Der Kurde Hatip Dicle geht für die Rechte seiner Wähler in der kurdischen Metropole Diyarbakir in der Südosttürkei durch die Hölle: Seit April 2010 ist er wegen "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" wieder in Haft. Zehn Jahre musste er nach dem Verbot seiner "Partei der Demokratie" bereits im Gefängnis verbringen.

Mit unserer Kampagnen wollen wir unseren Appell an den türkischen Staatspräsidenten verstärken.
Wenden Sie sich mit uns an Cem Özdemir, den Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90 /Die Grünen, MdB!

  
Oktober 2012

20 Jahre war Sonja Biserko Diplomatin für Jugoslawien. Als das Regime unter Slobodan Milosevic 1991 Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina den Krieg erklärte, legte sie aus Protest gegen den wachsenden Nationalismus alle Ämter nieder und rief zur Opposition auf.

Für ihren Mut, sich schon unter dem Milosevic-Regime gegen die Verbrechen der Regierung gestellt zu haben, erhielt Sonja Biserko den Weimarer Menschenrechtspreis 2009. Doch in Serbien wird bis heute beschimpft.

Die GfbV arbeitet eng mit Sonja Biserko zusammen und unterstützt so ihr unerschrockenes Engagement mitten in Serbien.

Bitte beteiligen Sie sich an dem Appell der GfbV und des Helsinki Komittees für Menschenrechte in Serbien!

  
September 2012

Der kurdische Politiker Hatip Dicle wurde bei den Wahlen am 12. Juni 2011 in der Türkei als Direktkandidat der türkisch-kurdischen Metropole Diyarbakir ins Parlament gewählt. Doch statt im Parlament sitzt Dicle im Gefängnis. Ihm wird "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" vorgeworfen. Tatsächlich wird Hatip Dicle jedoch bestraft, weil er sich für eine demokratische und vielfältige Türkei einsetzt, in der neben Türken auch Kurden, Christen, Assyrer-Aramäer, Armenier, Lasen, Aleviten und Yeziden frei und gleichberechtigt leben können.
September 2012

Auch ein Jahr nach der Unabhängigkeit des Südsudan müssen viele Südsudanesen um ihr Überleben bangen. Denn mindestens die Hälfte aller Familien hat zu wenig Nahrungsmittel, rund 14 Prozent sind sogar akut unterernährt. Geschürt werden die Probleme noch durch Kriege im Nachbarland Sudan, vor denen mehr als 170.000 Menschen in den Südsudan geflohen sind. Bitte appellieren Sie an die für humanitäre Fragen zuständige stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Valerie Amos, sich für mehr humanitäre Hilfe für die Südsudanesen einzusetzen.
September 2012

Deutschland und Vietnam bauen ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen aus. Menschenrechte spielen dabei bislang keine große Rolle. Dabei verletzt Vietnam systematisch die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten Am 17. September wird Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in dem südostasiatischen Staat erwartet. Bitte appellieren Sie an den Minister, sich für die Freilassung von eingesperrten Bloggern und für mehr Internetfreiheit in Vietnam einzusetzen.
September 2012

Aus den Wäldern der Papuas stammt das Teakholz vieler unserer Gartenmöbel. Auch das Kupfer für unsere Wasserleitungen kommt aus ihrer Region. Aber dass den Ureinwohnern in dem rohstoffreichen Gebiet seit Jahrzehnten grundlegende Menschenrechte verweigert werden, wird in Europa kaum wahrgenommen. Nun eskaliert die Gewalt im Osten Indonesiens und Menschenrechtsverletzungen nehmen immer mehr zu.
In Burma entrechtet, verfolgt, verjagt:
Die Rohingya brauchen Hilfe!

  Foto: ddp images/AP/Anurup Titu
Dezember 2012

Von aller Welt verlassen – so fühlen sich die Rohingya in Burma. Sie brauchen dringend Hilfe, denn ihre Lage ist dramatisch eskaliert. Vor 30 Jahren entrechtet, waren sie plötzlich Ausländer im eigenen Land und schutzlos staatlicher Willkür und Anfeindungen ausgesetzt. Doch im Juni 2012 hat es blutige Übergriffe auf Angehörige dieser ethnischen und religiösen Minderheit gegeben.

  Foto: Dietmar Temps
Juni 2012

2012 ist China-Kulturjahr bei uns in Deutschland. In vielen Städten wird es dazu Vorträge, Konzerte und Ausstellungen geben. Doch über die Zerstörung der tibetischen, uigurischen und mongolischen Kultur oder die Lage kritischer Künstler und Schriftsteller in China wird kaum informiert.

Dabei sind das Themen, die ganz dringend öffentlich gemacht werden müssen! Denn die Verzweiflung der Betroffenen wächst, vor allem unter jungen Menschen. Viele Tibeter, Uiguren und Mongolen können es kaum noch ertragen, mitansehen zu müssen, wie ihre uralte Kultur verschwindet. Das autoritäre chinesische Regime lässt ihnen nicht einmal ihre Religionsfreiheit. Wenn sie sich für den Erhalt ihrer Kultur und Traditionen einsetzen, drohen ihnen und ihren Familien Haftstrafen und Folter!
August 2012

Die muslimischen Rohingya im nordwestlichen Bundesstaat Arakan (offiziell: Rakhain) wurde lange völlig ignoriert. Mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 hatte die Regierung ihnen alle Rechte genommen: Den seit Jahrhunderten im Land ansässigen, noch rund 800.000 Muslimen wurde die Staatsbürgerschaft entzogen und sie wurden als illegale Immigranten aus Bangladesch diffamiert. Noch immer sind sie Gewalt, Diskriminierung und Rassismus sowie der völligen Willkür der staatlichen Behörden ausgesetzt.

  
August 2012

Die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei, dem Libanon, Jordanien und Irakisch –Kurdistan brauchen dringend Schutz und Hilfe. Länder wie Saudi-Arabien und Katar geben immer mehr Finanzmittel für die bewaffnete syrische Opposition frei. Die Waffen und das Geld gehen dann hauptsächlich über die Türkei nach Syrien, wo das Baath-Regime von Baschar Al Assad mit Panzern und Hubschraubern die oppositionellen Kämpfer wie auch die Zivilbevölkerung brutal bekämpft.
August 2012

Die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei, dem Libanon, Jordanien und Irakisch –Kurdistan brauchen dringend Schutz und Hilfe. Länder wie Saudi-Arabien und Katar geben immer mehr Finanzmittel für die bewaffnete syrische Opposition frei. Die Waffen und das Geld gehen dann hauptsächlich über die Türkei nach Syrien, wo das Baath-Regime von Baschar Al Assad mit Panzern und Hubschraubern die oppositionellen Kämpfer wie auch die Zivilbevölkerung brutal bekämpft.
Juni 2012

Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal (früher Mittal Steel) hat 2004 die Eisenmine „Omarska“ im Bezirk Prijdor im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas gekauft und wieder in Betrieb genommen. Omarska war im Bosnienkrieg ein Konzentrationslager. 1992 haben bosnische Serben dort von Mai bis August 3 000 bis 5 000 wehrlose Bosniaken (bosnische Muslime) und bosnische Kroaten inhaftiert, gefoltert, auch vergewaltigt und mehr als tausend von ihnen ermordet. Den Überlebenden der Gräueltaten hat Arcelor Mittal 2005 versprochen, an diesem geschichtsträchtigen Ort eine Gedenkstätte zu errichten. Doch diese Pläne wurden inzwischen unter dem Einfluss der serbischen Behörden auf Eis gelegt. Das Unternehmen verweigert den Zugang auf das Gelände.
Juni 2012

Wer in Deutschlands strategischem Partnerland Vietnam öffentlich auf die Einhaltung von Menschenrechten pocht, lebt gefährlich. So wurden im März 2012 acht Angehörige der ethnischen Minderheit der Hmong wegen „Gefährdung der Sicherheit“ zu Haftstrafen zwischen zwei und zweieinhalb Jahren verurteilt. Anschließend sollen sie noch zwei Jahre lang unter Hausarrest gestellt werden. Ihr Verbrechen: Sie hatten Ende April 2011 an einem Protest von 8500 Hmong für mehr Glaubensfreiheit, für Landrechte und politische Reformen teilgenommen. Sicherheitskräfte schlugen den Protest blutig nieder, mindestens 49 Hmong kamen dabei zu Tode, hunderte Demonstranten wurden festgenommen.
Juni 2012

Mehr als 200 US-Dollar lassen es sich Touristen kosten, um auch nur einen kurzen Blick auf die Jarawa-Ureinwohner zu erheischen. Kilometerlang stauten sich in den vergangenen Monaten die Mietwagen von Urlaubern aus aller Welt, um in das Schutzgebiet der Jarawa auf den indischen Andamanen-Inseln zu fahren. Dabei verbieten dies strikt indische Gesetze, die den Schutz der zurückgezogen von allen anderen Menschen lebenden Ureinwohner garantieren sollen. Doch Polizisten hatten sich einen lukrativen Nebenverdienst erschlossen und Touristen gegen Zahlung eines Schmiergeldes ermöglicht, in das Schutzgebiet zu fahren.

  
Juni 2012

Über eine Milliarde Euro kassieren derzeit europäische Firmen – für ihren Beitrag zum Mega-Staudamm Belo Monte in Brasilien.
Doch für das Großprojekt sollen bis zu 40.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Darunter viele Indigene, die hier in Harmonie mit dem Wald und seinen Flüssen leben.

  
Juni 2012

Nach dem Massaker in der syrischen Ortschaft Hula in der Provinz Homs am 25. Mai 2012 haben die deutsche Bundesregierung, andere EU-Staaten sowie USA und Australien syrische Diplomaten ausgewiesen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt diese Strafmaßnahme gegen das Regime in Damaskus.
Angesichts der aktuellen dramatischen Lage in Syrien müssen die Sanktionen weiter verschärft werden. Die GfbV fordert von der Bundesregierung, jetzt endlich das Rückübernahmeabkommen mit Syrien aufzukündigen und so ihre Solidarität mit den mindestens 7.000 in Deutschland lebenden Syrern noch einmal zu bekräftigen.

  
25. Mai 2012

[Stand 25. Mai 2012]
Die bekannteste kurdische Politikerin und Menschenrechtlerin Leyla Zana ist erneut zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. In einem Wiederaufnahmeverfahren bestätigte ein Gericht im kurdischen südostanatolischen Diyarbakir am 24.05. 2012 eine frühere Entscheidung, nach der Zana wegen "Verbreitung terroristischer Propaganda"zehn Jahre ins Gefängnis soll.

Link zum Online-Appell
Ich spende für die GfbV-Menschenrechtsarbeit
Ich werde Mitglied oder Förderer der GfbV
April 2012

Leonard Peltier (67) gehörte zur Führung der indianischen Bürgerrechtsbewegung American Indian Movement (AIM), als er 1977 nach einem bis heute hoch umstrittenen Prozess wegen Mordes an zwei FBI-Agenten zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt wurde.
Seit 2004 unschuldig in irakischer Haft
Der Maler und Dichter Hussein Faqe muss freigelassen werden!

  
April 2012

Der aus Syrien stammende kurdische Dichter, Maler und Journalist Hussein Mahmood Hussein Faqe ist seit 2004 unschuldig in einem irakischen Gefängnis inhaftiert. Anfang 2004 flüchtete er aus Syrien in den Irak. Nach dem gescheiterten Versuch seine Frau ebenfalls in den Irak zu bringen und da die Lage dort immer gefährlicher wurde, entschied er sich für eine Rückkehr in sein Heimatland Syrien. Bei seiner Rückkehr wurde er von US-Soldaten an der Grenze aufgegriffen und verhaftet. Ihm wird der illegale Grenzübertritt als Verbrechen vorgeworfen, da er kein reguläres Visum für den Irak hatte.
April 2012

Die Mandäer sind eine im Südirak und angrenzen Ländern siedelnde Glaubensgemeinschaft. Ihre Religion ist monotheistischen Ursprungs und bedient sich verschiedener Elemente mehrerer großer Religionen.
Genau diese Mischung verschiedener Religionen stellt die Mandäer vor große Probleme in ihren Heimatländern. Islamistische Extremisten bringen sie zum Teil in lebensbedrohliche Situationen, welche zur Flucht aus ihren Heimatländern führen.
Unterstützen Sie die Mandäer und appellieren Sie an den deutschen Innenminister Dr. Friedrich 500 sich auf der Flucht befindene Mandäer in Deutschland aufzunehmen.
Ostern 2012
Dritter Osterappell
April 2012

Der nach 2000 und 2010 dritte Osterappell, ist auch 2012 wieder veröffentlicht und, unter anderem von der GfbV, unterschrieben worden.
Initiativa Amotocodie: Verfolgt für ihr Engagement für in Isolation lebende indigene Völker!
Paraguays Justiz zerrt Menschenrechtsorganisation vor Gericht
Februar 2012

Gegen die Initiativa Amotocide, eine Organisation, die sich für den Schutz der isoliert lebenden indigenen Gruppen im nördlichen paraguayischen Chaco einsetzt, wird strafrechtlich ermittelt.


Nach der Dumawahl - Proteste, staatliche Gewalt und Willkür im Nordkaukasus
Wahlen in Russland
Februar 2012

Am 4. März 2012 stehen die russischen Präsidentschaftswahlen bevor. Für die Menschen im Nordkaukasus, die Demokraten und Menschenrechtsaktivisten in Russland und Tschetschenien sowie die Angehörigen der indigenen Völker Russlands wäre die höchstwahrscheinlich bevorstehende Wiederwahl Wladimir Putins eine Katastrophe. In einem Nordkaukasus-Tagebuch, mit Hintergrundtexten zu den Republiken des Nordkaukasus und zu „Gesichtern des russischen Protests“ ergänzen wir das kritische Bild der russischen Politik in Deutschland.

  
Februar 2012

Bei Protesten in Kuwait City wurden am 14. Januar hunderte Beduinen verletzt, etwa 50 wurden festgenommen. Die Demonstrierenden hatten lediglich die Anerkennung der beduinischen Minderheit als Staatsbürger Kuwaits gefordert.

Appellieren Sie mit uns an den Botschafter Kuwaits, sich für die Freilassung der inhaftierten Beduinen stark zu machen!


  
Dezember 2011

Im November wurde die Ostseepipeline Nord-Stream in Betrieb genommen. Aufgrund der massiven Baumaßnahmen müssen die in diesem Gebiet lebenden Nenzen ihre traditionelle Lebens- und Wirtschaftsweise aufgeben. Nun soll eine geplante Pipeline durch das Altai-Gebirge Gas aus Westsibirien nach China transportieren. Sie führt sowohl durch das UNESCO-Weltkulturerbe „Goldene Berge des Altai“ als auch über das den indigenen Telengiten heilige Ukok-Hochplateau.


  
Dezember 2011

Am 27. und 28. Oktober 2011 wurden in der Türkei 49 Menschen verhaftet - unter ihnen Ragip Zarakolu, der Gründer und Besitzer des türkischen Belge-Verlags. Der Verleger setzte sich stets für die Menschenrechte ein und veröffentlichte Bücher über den Völkermord an den Armeniern und andere in der Türkei tabuisierte Themen. Zarakolu wurde vor allem wegen seiner kritischen Einstellung zum türkischen Regime und dessen Menschenrechtsverletzungen festgenommen.

  
Dezember 2011

Das Yasuní-Projekt in Ecuador soll dem Erhalt des Biosphärenreservats und damit des Territoriums der noch 2.000 Waorani-Indianer dienen. Ecuador ist bereit, auf die Ölförderung in dem Gebiet zu verzichten, wenn die internationale Gemeinschaft einen Teil des entgangenen Gewinns durch einen von den UN verwalteten Fonds ersetzt. Der Ertrag käme Projekten für erneuerbare Energien zugute. Doch Entwicklungsminister Niebel will dieses bahnbrechende Pilotprojekt scheitern lassen.


  
Oktober 2011

Fast jede zweite Tasse Kaffee, die in Deutschland getrunken wird, stammt aus Vietnam. Der Kaffeegenuss hinterlässt aber einen bitteren Nachgeschmack, denn tausende Ureinwohner verloren durch die Kaffeeplantagen ihr Land. Wer sich gegen den Landraub wehrt, kommt ins Gefängnis. Nächste Woche besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel Vietnam. Bitte appellieren Sie an die Bundeskanzlerin, sich für die Freilassung der mehr als 250 inhaftierten Montagnards-Ureinwohner und für ihre Menschenrechte einzusetzen.
USA: Leonard Peltier nach Florida verlegt
Appell für den indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier

  
September 2011

Nach Angaben des Federal Bureau of Prisons (B.O.P.) ist Leonard Peltier gestern, am 14. September, vom Federal Transfer Center in Oklahoma City, Oklahoma in das Hochsicherheitsgefängnis in Coleman, Florida verlegt worden - mehr als 3.200 km von der Turtle Mountain Band of Chippewa in North Dakota entfernt, der Peltier angehört. Dadurch ist er für eine gute Betreuung durch seine Familie fast unerreichbar geworden, denn die Reisekosten sind sehr hoch.

  
August 2011

Am 30. Juli 2011 gegen 1.30 Uhr stürmen vier bewaffnete, in Zivil gekleidete Angehörige der Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC) das Haus des Kurden Ali-Reza Sepahi Laeen. Mit Handschellen gefesselt und mit verbundenen Augen wird der Schriftsteller verschleppt. Bis heute ist sein Aufenthaltsort unbekannt. Ihm droht schwere physische und psychische Folter, da politische Gefangene im Iran systematisch gefoltert werden. Ali-Reza ist unschuldig. Sein einziges Verbrechen ist sein Einsatz für die kurdische Sprache und Kultur.


  
Juli 2011

Der kurdische Politiker Hatip Dicle wurde bei den Parlamentswahlen am 12. Juni 2011 in der Türkei als Direktkandidat der kurdischen Metropole Diyarbakir in das Parlament gewählt. Doch statt im Parlament sitzt Dicle im Gefängnis. Ihm wird "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" vorgeworfen. Tatsächlich wird Hatip Dicle bestraft, weil er sich für eine demokratische und vielfältige Türkei einsetzt, in der neben Türken auch Kurden, Christen, Assyrer-Aramäer, Armenier, Lasen, Aleviten und Yeziden frei und gleichberechtigt leben können.
Iran: Blutbad in Ahwaz aufklären
Verfolgung der arabischen Ahwazis beenden!

  
26. Mai 2011

In Ahwaz, der Hauptstadt der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran, kam es bei friedlichen Protesten der arabischen Minderheit der Ahwazi am 16. April 2011 zu einem Blutbad. Iranische Polizisten und Armeeangehörige schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten. Allein im Stadtviertel Kutabdullah wurden mindestens zehn Ahwazis getötet und Dutzende verletzt. Hunderte wurden festgenommen. Insgesamt gab es nach Angaben Iranian Minorities Human Right Organisation (IMHRO) 27 Tote. Doch bisher ermitteln die Behörden nicht gegen die Täter.
Informationsbroschüre der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
Die "arabische Welt" für Freiheit und Demokratie - die unterdrückten Minderheiten nicht vergessen!

  
Mai 2011

Die Jugend der "arabischen Welt" demonstriert für Freiheit und Demokratie. Lange hat sie unter den Diktaturen gelitten, war ihr Leben ohne Zukunft. Heute ist sie der Hoffnungsträger. Doch welche Chancen und Risiken birgt diese neue "Demokratiebewegung" für die Minderheiten? In der aktuellen Informationsbroschüre beleuchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Situation von Minderheiten in der "arabischen" Welt wie den Kopten in Ägypten, Yeziden im Irak oder Mandäern im Irak und zeigt künftige Schritte für die Stärkung ihrer Rechte auf.


  
April 2011

Als "Vernichtungskrieg" bezeichnete die bahrainische Opposition das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten. 22 Menschen starben bereits bei den Unruhen, Hunderte wurden verletzt. Der Einmarsch schwer bewaffneter Truppen auf Wunsch der Regierung Bahrains am 14. März 2011 aus Saudi-Arabien und anderer Golfsstaaten droht nun den Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten eskalieren zu lassen.

  
April 2011

Unter Einsatz scharfer Munition und Tränengas stürmten syrische Sicherheitskräfte am 23. März 2011 die Al-Omari-Moschee in der südsyrischen Stadt Daraa (circa 100 km südlich von Damaskus) und eröffneten das Feuer auf die über 600 friedlich Protestierenden, die sich in der Moschee versammelt hatten. Mindestens 100 Menschen wurden getötet und mehrere hundert schwer verletzt. Seit Mitte März demonstrieren zehntausende Menschen in Syrien für einen demokratischen Wandel in ihrem Land und die Aufhebung des seit 48 Jahre andauernden Ausnahmezustands.
Appell an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff
Stoppt den Megastaudamm von Belo Monte im Amazonasregenwald!

  
10. Januar 2011

Bitte unterstützen Sie unsere Koalition aus internationalen Organisationen und die indigenen Völker am Rio Xingú bei dem Protest gegen die vorläufige Genehmigung des Belo Monte-Staudammprojekts. Dieser Staudamm wäre der drittgrößte der Welt und gleichzeitig das größte Infrastrukturprojekt aller Zeiten – mitten im Herzen des Amazonasgebietes.

Ziel dieses Briefes ist es, das rücksichtslose und verwerfliche Vorgehen der brasilianischen Regierung bei der Bewilligung dieses Megaprojekts öffentlich anzuprangern und zu zeigen, dass eine breite Koalition aus einheimischen indigenen Völkern und internationalen Menschenrechts- und Umweltgruppen dieses Projekt entschieden ablehnt. Wir bitten Sie um Ihre Unterschrift, um dieses Megaprojekt im Amazonasgebiet, einem ökologisch und soziokulturell besonders sensiblem Areal, zu stoppen.

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06. Januar 2011
Leonard Peltier (65) ist Angehöriger der Anishinabe/Dakota aus Grand Forks in North Dakota, USA. Als junger Erwachsener wurde Peltier einer der Führer der indianischen Bürgerrechtsbewegung "American Indian Movement" (AIM), mit der er aktiv gegen die Entrechtung der amerikanischen Ureinwohner kämpfte.

Online-Appell Nr. 1

Online-Appell Nr. 2
Verseuchtes Wasser, verstrahltes Land:
Aktion für bedrohte Ureinwohner!

  

Es ist überraschend, dass ausgerechnet Ureinwohner-gemeinschaften in den entferntesten Regionen der Welt ihr angestammtes Land verlieren, um auch unsere Energieversorgung - hier in Deutschland - sicherzustellen. Auf allen Kontinenten liegen Uranminen und Atommülldeponien oft auf dem Gebiet indigener Völker.

Werden Sie selbst aktiv! Fordern Sie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den indischen Premierminister dazu auf, für einen besseren Schutz der Adivasi in Jharkhand vor den Folgen der Uranförderung einzutreten! Klicken Sie hier, um unsere Briefvorschläge (pdf-Format) zu erhalten!
Unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Spende!
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