BEDROHTE MINDERHEITEN 
TIBET – von Gewalt überschattet
Tibeter fordern Menschenrechte

  

Tibet ist im Vorfeld der Olympischen Spiele Schauplatz massiver Menschenrechtsverletzungen:


Nach der blutigen Niederschlagung der Unruhen, die anlässlich des 49. Jahrestages des Volksaufstandes gegen die chinesische Herrschaft über Tibet am 10. März ausgebrochen waren, wurden Tausende Tibeter festgenommen. Offizielle Medien sprechen von 2.300 Inhaftierten, Menschenrechtsorganisationen und die Tibetische Exilregierung von über 200 Todesopfern und 5.700 Festgenommenen.

  
Wer sich für die Menschenrechte der im Nordwesten Chinas lebenden zehn Millionen Uiguren einsetzt, lebt gefährlich. So wurden seit November 2006 zwei Söhne der bekannten uigurischen Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer in unfairen Gerichtsverfahren zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

  
Innerhalb weniger Jahrzehnte sind die in der Inneren Mongolei leben Mongolen nicht nur zur Minderheit in ihrer eigenen Region geworden, sondern haben auch weitgehend ihre Identität verloren.

  
Anhänger der Meditationsbewegung Falun Gong sind in China einer Verfolgung von unglaublicher Brutalität ausgesetzt, die rational nur schwer erklärt werden kann, denn die Bewegung versteht sich als friedlich und völlig unpolitisch.

  Pastor Cai Zhuohua
Ausländische christliche Organisationen wie die renommierte "China Aid Association" registrierten schon im vergangenen Jahr eine erhebliche Zunahme der Christenverfolgung in China, die sie mit den herannahenden Olympischen Spielen in Verbindung bringen. Im ganzen Land gab es und gibt es zahllose Razzien, um protestantische Hauskirchen oder katholische Untergrundkirchen auszuheben.
Kulturelle Vielfalt im Vielvölkerstaat China:
55 ethnische Minderheiten sind offiziell anerkannt

  Angehörige der Yi
Wer an Chinas Nationalitäten denkt, dem kommen oft nur Tibeter und Uiguren in den Sinn. Doch die Volksrepublik ist ein Vielvölkerstaat, in dem diese beiden Völker nur zwei von 55 offiziell anerkannten ethnischen Minderheiten sind. Und manche dieser Ethnien sind sogar größer als Tibeter und Uiguren. Doch wer kennt die 16 Millionen Zuang, die nach den Han-Chinesen das zweitgrößte Volk sind? Sie leben im Südosten des
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