ONLINE-APPELLE 
Während der Olympiade:
MIA FARROW LIVE AUS DARFUR

  
08. August 2008

China tut viel zu wenig, um den Völkermord in Darfur zu beenden und macht stattdessen weiterhin gute Geschäfte mit der mörderischen Regierung des Sudan!

Um die nach Peking blickende Weltöffentlichkeit daran zu erinnern, berichtet US-Schauspielerin Mia Farrow von 8. - 15. August live aus Flüchtlinglagern in Darfur bzw. dem benachbarten Tschad.Dazu hat sie eine eigene Website eingerichtet, auf der es neben Videos und Berichten auch Online-Appelle gibt.

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08. August 2008

Wer der Meditationsbewegung Falun Gong nahe steht, lebt in China gefährlich. Sogar Mitarbeiter der Regionalverwaltung und von Regierungseinrichtungen sind nicht vor Verfolgung sicher, wenn sie verdächtigt werden, Falun Gong zu praktizieren. Dies bekam auch Frau Yan Caixia in der Proviinz Jilin im Juli 2008 zu spüren.

Unter dem Vorwand, die Sicherheit während des olympischen Fackellaufes in der Provinz zu garantieren, organisierten die Sicherheitsbehörden vier Tage vor dem Eintreffen des Fackellaufes eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche Falun Gong-Anhänger. Mehr als 20 Menschen wurden am 10. Juli 2008 verhaftet, manche direkt an ihrem Arbeitsplatz, andere in ihren Wohnungen.

  Demo von Exil-Tibetern in Neu-Dehli. Foto: James Alberts

Nach den Protesten in März, bei denen über 200 Menschen getötet wurden, setzte eine riesige Verhaftungswelle ein. Mittlerweile wurden über 5.700 Menschen festgenommen, und es ist zu befürchten, dass in den nächsten Wochen zahlreiche von ihnen in unfairen Schnellverfahren zu jahrelangen, wenn nicht lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt werden.
Nach wie vor erreichen uns täglich Berichte von neuen Verhaftungen, von verzweifelten Protesten und brutaler Gewalt.

Bitte appellieren Sie an die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und europäische Außenminister wie Frank-Walter Steinmeier (Deutschland), Franco Frattini (Italien), Ursula Plassnik (Österreich) und Micheline Calmy-Rey (Schweiz), sich dringend für ein Ende der Gewalt und Gerechtigkeit in Tibet einzusetzen!

  Uigurische Kinder
Rund 150 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren werden seit Tagen im Gefängnis Ba Jia Hu in der uigurischen Provinzhauptstadt Urumtschi festgehalten. Ihr "Verbrechen": Sie haben am Islamunterricht teilgenommen.

Bitte fordern Sie den Gouverneur der Autonomen Provinz Xinjiang auf, die uigurischen Kinder unverzüglich freizulassen und das Recht der Uiguren auf freie Religionsausübung zu gewährleisten!

  
"Wir bezeichnen diesen Platz hier als Gefängnis. Ich finde, da gibt es keinen Unterschied… Ich wollte nicht hierher kommen. Auch meine Eltern waren dagegen, aber die Regierungsbeamten haben sie gezwungen…."

Protestieren Sie gegen das unmenschliche Umsiedlungs-Programm!

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Die tibetische Nonne Phuntsog Nyidrol verbrachte 17 Jahre ihres Lebens im Gefängnis. Sie hat furchtbare Folter überlebt – und widmet nun ihr Leben dem Einsatz gegen Folter und Misshandlung in China.

Bitte unterstützen Sie ihren Appell an die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay!

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Christinnen in China:
Wegen ihres Glaubens eingesperrt

  
Montag, 12. Februar 2008, 12 Uhr mittags: Zwanzig bewaffnete Polizisten stürmen das Haus eines in der Provinz Shandong bekannten Protestanten, in dem sich 250 Gläubige zu einem Bibelkurs versammelt haben. In Kirchen dürfen sie sich nicht treffen, da ihre Untergrundkirche offiziell nicht anerkannt ist. 80 Gläubige – unter ihnen 39 Frauen – werden in zehn Polizeiwagen gepfercht und in Polizei- und Haftanstalten gebracht. Ihre Habseligkeiten werden ihnen abgenommen. Bis heute weiß man nichts von ihrem Verbleib.

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China ist seit Jahren Schutzmacht der für den Völkermord in Darfur verantwortlichen sudanesischen Regierung – und ihr wichtigste Handelspartner. Es muss sich viel stärker für ein Ende des Völkermordes engagieren!

Die internationale Wirtschaft, die von der Olympiade profitiert, muss diesbezüglich Druck auf China machen!

Bitte unterstützen Sie unseren diesbezüglichen Appell an den Olympia-Sponsor Volkswagen AG!

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INNERE MONGOLEI: Xinna bittet – lasst meinen Mann endlich frei!
Sippenhaft für Verlegerfamilie

  
Seit 12 Jahren ist der Verleger Hada in Haft, weil er Bücher über die Kultur der Mongolen publizierte. Seine Ehefrau Xinna hofft, dass er anlässlich der Olympischen Spiele vorzeitig freigelassen wird. Bitte appellieren Sie an die für Außenbeziehungen der EU zuständige Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, sich persönlich dafür einzusetzen.

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Zwei junge Uiguren wurden zu jahrelanger Haft verurteilt, um ihre Mutter – die weltweit bekannte Menschenrechtsaktivistin Rebyia Kadeer – unter Druck zu setzen.
Freiheit für Alim und Ablikim Abdureyim!

  
"Meine Kinder sind unschuldig!", versichert Rebiya Kadeer, die in ihrer Heimat als "Mutter der Uiguren" verehrt wird und heute in aller Welt für die Menschenrechte der Uiguren kämpft. Die Mutter von elf Kindern verbrachte selbst sechs Jahre in chinesischer Haft.
Bitte unterstützen Sie ihren mutigen Einsatz – appellieren Sie online an den chinesischen Premierminister Wen Jiabao und fordern Sie die Freilassung ihrer Söhne Ablikim und Alim Abdureyim sowie aller uigurischen politischer Gefangenen!

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Ablikim Abdureyim ist davon überzeugt, dass es vor Chinas Gerichten für ihn keine Gerechtigkeit gibt. Der 32 Jahre alte Uigure wurde im April 2007 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht warf ihm vor, sich für die Unabhängigkeit Osttur-kestans, die Heimat der Uiguren, eingesetzt zu haben. Doch die Prozessbeobachter waren sich einig: Ablikim wurde in einem unfairen Verfahren verurteilt, weil er der Sohn der bedeutenden uigurischen Menschen-rechtlerin Rebiya Kadeer ist. Sein "Geständnis" war unter Folter erpresst worden.

  
Die GfbV fordert die sofortige Freilassung von Rungyal Adrak: Der 52jährige tibetische Nomade ist seit dem 1. August in Haft. Er hatte während einer offiziellen Feier anlässlich des 80. Gründungstages der Volksbefreiungsarmee (PLA) überraschend das Mikrophon ergriffen und Freiheitsparolen gerufen, in die das vor allem aus tibetischen Nomaden bestehende Publikum lauthals einstimmte.
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